Vortrag und Diskussion mit Richard Gebhardt
Seit Jahren geistert in regelmäßigen Abständen das Gespenst einer deutschen "Rechtspartei" durch die Medien. Diese Partei würde, so der Tenor der Berichte, den in der Bevölkerung vorhandenen Unmut über Einwanderung und Euro-Krise bündeln und gegen die Eliten der Europa-Bürokratie richten. Doch wie realistisch ist diese Einschätzung? Zwar sind Einstellungen wie ein generalisierender Antiislamismus in der Bevölkerung stark verbreitet, doch bislang gibt es keine politische Kraft jenseits der Union, die bundesweit langfristige Erfolge erzielt hätte. Zudem kommen "rechtspopulistische" Gruppierungen wie "Pro Deutschland" aus der traditionellen extremen Rechten und sind bei Wahlen meist erfolglos. Durch die Attentate in Norwegen bekannt gewordene Internetblogs wie "politically incorrect" wiederum haben nur einen spezifischen Wirkungsradius und Parteien und Bewegungen wie "Die Freiheit" oder "Pax Europa" scheiterten bislang mit dem Versuch, die Erfolge von Geert Wilders aus den Niederlanden auch auf Deutschland zu übertragen. Grund genug, die Erfolgsaussichten eines solchen Projekts zu überprüfen.
Der Vortrag analysiert die populistischen Stil, seine Rhetorik, Mentalität und Ideologie und fragt, welche soziale Gruppen diesen tragen (könnten).
Kein Entgelt
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