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Aachen: Büro von Amnesty International beschmiert

Aachen. Anlässlich einer „Solidaritäts-Kampagne“ haben Neonazis das Aachener Büro der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) verunstaltet. Sie beschmierten in der Nacht zu Mittwoch die Fenster der ai-Geschäftsstelle in der Innenstadt unter anderem mit einem Hakenkreuz und dem Wort „Heuchler“. Hingewiesen wurde zudem auf das Datum des 13. März 2012, daneben hinterließen die Täter auch einen Verweis auf „24 politische Gefangene der BRD“. Hinweise auf die Täter hat die Polizei nach eigenen Angaben bisher nicht. 

Am 13. März 2012 war es zu einer Großrazzia gegen Neonazis gekommen. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt dabei wegen des Verdachts der Bildung oder Unterstützung der kriminellen Vereinigung „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ABM), gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Dabei kam es zu insgesamt 24 Festnahmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Baden-Württemberg. Eine junge Frau soll unterdessen wieder aus der U-Haft entlassen worden sein, weswegen derzeit noch 23 Neonazis inhaftiert sein sollen.

Das ABM ist ein informelles Netzwerk, dessen Aktivitäten sich im nördlichen Rheinland-Pfalz und südwestlichen NRW abspielten. Festgenommen wurden in Köln und Düsseldorf auch führende Neonazi-Kader, die eng mit den „Kameraden“ im Raum Aachen kooperierten und zu den Mitorganisatoren der fremdenfeindlichen Hetzmärsche Anfang April in Stolberg gehören. (mik)

Landtagswahl: "pro NRW" will in Aachen provozieren

Die rechtsradikale, fremdenfeindliche Splitterpartei „pro NRW“ will am 5. Mai im Rahmen einer Wahlkampftour auch in Aachen vor der Baustelle der Yunus Emre-Moschee eine Kundgebung abhalten. Zudem kandidiert der Polizist und Vorsitzende des „pro NRW“-Kreisverbandes Aachen, Wolfgang Palm, bei den Neuwahlen in NRW auf dem Listenplatz 2 der selbsternannten „Bürgerbewegung“. Palm fungiert auch als einer von mehreren stellvertretenden Landesvorsitzenden von „pro NRW“.

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Rechtslastige Band im Raum Aachen?

Aachen. Die rechtslastige Musikgruppe „Kategorie C“ (KC) aus Bremen kündigt für Freitag, 30. März, einen Auftritt im „Raum Aachen“ an. Ein im Jahr 2007 ähnlich angekündigtes Konzert der in Hooligan- und rechtsextremen Kreisen beliebten Band fand im niederländischen Nuth nahe Heerlen statt. Der Aachener Polizei liegen bisher auch keinerlei Erkenntnisse vor, dass KC im Bereich der StädteRegion Aachen auftreten wird. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, die Polizeibehörde Aachen sei angesichts der Band-Ankündigung derzeit „unaufgeregt“.

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Nazis und Karneval in Aachen: Ordensbruder Hoolijens

Ein Aachener Karnevalsverein wollte mit einem »Schwarzen Prinzen« ein Zeichen für Toleranz setzen. Den Karnevalsorden erhielt aber ein rechtsextremer Hooligan, weil er dafür gesorgt habe, dass es keine Randale gab.

Von Michael Klarmann

Es ist Karnevalssamstag. Im Rheinland tobt seit Tagen der Straßen- und Sitzungskarneval. Im Aachener Außenbezirk Richterich findet eine Feier der »Koe Jonge« (Böse Jungen) statt. Prinz Balam, ein in Uganda geborener Mann mit dunkler Hautfarbe, steht mit seinem Hofstaat auf der Bühne. Nazis haben wegen der Kür Balams zum Prinzen Störungen angekündigt. Doch alles bleibt friedlich. Deshalb fasst Präsident Thomas Neunfinger einen Entschluss. Jens B., ein rechtsextremer Hooligan, wird von ihm auf die Bühne gerufen. Weiterlesen in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Jungle World".